Schönes Wetter, tolle Schiffe, leckere Pommes…

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Schönes Wetter, tolle Schiffe, leckere Pommes…
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… so in etwa klang meine Postkarte von der ersten Sail, die ich je mitgemacht habe. Das war 2005.

Jetzt 2015 durfte ich bereits meine dritte Sail in Bremerhaven erleben. Ich glaube ich kann mich den vielen guten Erfahrungen anschließen, die es dieses Jahr gab. Für mich war es auch eine der schönsten Sails, die ich erlebt habe.

Ein paar Bilder hatte ich euch ja bereits gezeigt:

Bei aller Freude über die tollen Rarsegler, Windjammer, internationalen Gästen, gutem Essen, viel Sonnenschein, einer toller Lasershow, Feuerwerk und vielem anderen mehr, mussten die Organisatoren rasch viel Kritik einstecken: Die Frechheit Nummer 1 hat sich die Lokalredaktion Bremen der TAZ erlaubt: http://www.taz.de/!5220088/

In den sozialen Medien gab es für den Artikel regelrechte Schelte. Zu Recht wie ich finde, denn der Artikel strotzt nur so von Widersprüchen, er ist teilweise einfach nur falsch und schlecht recherchiert. Eine Zeitung, die nur durch Subventionen und Spenden läuft beschwert sich u.a. über die Finanzierung der Sail und die damit verbundenen Kosten. Was der Autor leider vergisst bei der Betrachtung der primären Effekte sind die volkswirtschaftlich wesentlich größeren Sekundär- und Tertiäreffekte. 3 Millionen investieren, 30 Millionen Umsatz generieren, Spenden und Einnahmen der Sail drücken die Kosten für die Stadt auf 300.000 € (nach aktuellem Stand). Wer sich jetzt noch ein bisschen mit Gewerbesteuer auskennt, der kann schnell zusammen rechnen, dass da unterm Strich mehr bei Rauskommt als Reingesteckt wurde. Das Wetter war super, ich habe nicht einen Standbetreiber gesprochen, der sich beschwert hätte wegen mangelndem Umsatz. Am meisten geärgert hat mich aber der folgende Absatz:

Das maritime Volksfest jenseits der Schiffe ist ein Jahrmarkt, wie es viele gibt. Hier ein Riesenrad, da ein bisschen Segler-Messe, dort ein Mittelaltermarkt mit verkleidetem Met-Händler, dazu etwas Open-Air mit anspruchslosem Musikprogramm und Stadtfest-Verköstigung. Für die ganz Kleinen gibt’s den üblichen Kinderfest-Jokus. Nur den größeren Jungs mit Piratenneigungen fehlen Austobe- und Andockmöglichkeiten auf den Repliken historischer Expeditions-, Handels- und Kriegsschiffe.01

Die Sail ist und war nie ein Jahrmarkt, drei Fahrgeschäfte habe ich gesehen, das wars auch… Die Sail sind nicht nur Segler und Repliken alter Schiffe. Viele sind echte Orginale und seit langen Zeiten auf den Meeren dieser Welt unterwegs. Ein wesentlichen Punkt hat der Autor vergessen: Sail und Dampf im Schaufenster Fischereihafen. Dort gab es zu den Rarseglern in den Havenwelten noch echte Dampfschiffe, wie die Bremerhavener „Wal“ sowie andere Dampf betriebene Gefährte zu sehen. Nachher suche ich davon noch ein paar Bilder raus.

Liebe TAZ! nächste Mal selber herkommen ohne Bremer Vorurteile und einfach mal den Flair genießen!

So genug dazu!

Im Vorherein hatte ich große Sorge wie 1 Millionen geplante Besucher vernünftig gelenkt und sicher Ihren Spaß haben kann. Aber trotz vieler Kritik dadraussen, ich war überrascht wie gut das Sicherheitskonzept funktioniert hat. Ich bin stolz auf Alle die daran mitgewirkt haben. Es waren immer Sicherheitskräfte ich Sichtweite, Rettungskräfte und Stationen immer in der Nähe. Selbst die Ab- un Zugänge Abends z.B.: nach dem Feuerwerk haben super funktioniert und die Polizistinnen und Polizisten waren trotz aller genervter Autofahrer immer freundlich und zu einem Scherz parat. An die Nörgler unter euch: Was er wartet Ihr bei diesen Besucherzahlen, wenn Ihr mit dem Auto an den Deich fahrt? Da ist Wartezeit vorprogrammiert! Denken dann meckern.

Besonders eine Aktion im Rahmen des Sicherheitskonzeptes hat mich beeindruckt: WoBiDu

Ein zentrale Anlaufstelle für verlorene und gefundene Kinder, zentrale Rufnummer, die Möglichkeit sein Kind zu registrieren und mit einer Chipkarte auszurüsten (zur Speicherung der Kontaktdaten der Eltern falls das Kind alleine aufgefunden wird). Einfach klasse. Ich erinner mich an die Durchsagen bei der letzten Sail wenn ein Kind vermisst wurde. So ist es viel viel besser…

Ich für mich habe die Sail genossen. Tolle Nachtaufnahmen gemacht, leckere holländische Pommes mit Joppiesauce verspeist. Die Sonne hat auch mitgespielt. Es waren tolle Momente. Viele schöne Schiffe bewundert. Das eine oder andere Souvenir mitgenommen. So wie es sein sollte… Danke an alle Organisatoren, Helfer und Spender, dass Ihr dies möglich gemacht habt.

So und demnächst gibt es dann noch Artikel zu Nachtaufnahmen und Joppiesauce 😉

ERGÄNZUNG – Bis zu nächsten Sail sind es noch:

weeks
1
8
0
days
0
4
hours
0
3
minutes
4
2
seconds
5
9

 

  1. Quelle: http://www.taz.de/!5220088/ []

Über den Autor

Timo Hörske
Jahrgang 1985, als "Ossi" geboren, im beschaulichen Premnitz an der Havel aufgewachsen. Natur- und Kunstliebhaber. Seit über 10 Jahren Wahlbremerhavener, Küsten- und Windfan. So ziemlich an Allem interessiert. Schwerpunkte sind aber eindeutig Politik, Gesellschaft, Rechtswesen, Natur und Technik. Rotes Parteibuch, Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Bremerhaven, Vorstandsmitglied der SPD Ortsvereins Bremerhaven Mitte. Freizeitblogger, Techniknerd.

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