Schleiereule (Tyto alba)

Bildnachweis: Stevie B / Wikimedia Commons | CC BY 2.0

Schleiereulen

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Spätestens seit Hedwig, der Schneeeule aus Harry Potter, sind Eulen wieder in „Mode“ gekommen. Ich persönlich finde Schleiereulen noch wesentlich interessanter und hübscher.

Tyto alba

Sie besitzt aufgrund zahlreicher morphologischer Besonderheiten eine systematische Sonderstellung und wird z.T. in den Beschreibungen konträr den anderen Familien der Eulen gegenüber gestellt. Die Schleiereule Tyto alba gehört zu der Ordnung der Eulen Strigiformes und der Familie der Schleiereulen Tytonidae.

Für Schleiereulen ist eine sehr helle Befiederung typisch, ihr fehlen im Gegensatz zu anderen Eulen die sogenannten Federohren. Auffällig ist das herzförmige Gesicht mit seinen verhältnismäßig kleinen, tiefschwarzen Augen. Wie die meisten Eulen ist auch die Schleiereule nachtaktiv und am Tage nur an ihren Ruheplätzen oder am Brutplatz anzutreffen.

Viele Regionen der Welt sind als Heimat der Schleiereule der bekannt. In der Tundra, den tropischen Regenwäldern, sowie den größten Teilen Asiens und den Wüsten dieser Welt kann man keine Schleiereulen finden. Das Hauptverbreitungsgebiet umfasst Mittel- und Nordamerika.

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Besonderheiten der Schleiereulen

Eine weitere Besonderheit der Schleiereulen ist es, dass sie ihre Brutplätze innerhalb und in der Nähe menschlicher Siedlungen wählt. Es ergibt sich daraus eine besondere Verantwortung für die Menschen um die in unmittelbarer Nähe brütende, aber dennoch empfindliche Vogelart zu schützen.

Der Bestand in Europa umfasst ca. 110.000 bis 220.000 Brutpaare, der größte Teil befindet sich dabei in Spanien und Frankreich. In Deutschland geht man von 11.000 bis 17.000 Paaren aus. Während der 70er Jahre galt die Art in Deutschland als stark gefährdet. Daher war die Wahl zum Vogel des Jahres 1977 durchaus berechtigt. Die folgenden Schutz- und Hilfsmaßnahmen zeigen Erfolge und haben zu einem positiven Trend der Entwicklung des Bestandes gesorgt(01). Dazu beigetragen haben verschiedene Aktivitäten zum Schutz und zur Vermehrung der Schleiereulen, die Schaffung von geschützten Brutplätzen, sowie Kampagnen zur Information und Aufklärung der Bevölkerung über Schutzmöglichkeiten vor Ort.

Linkempfehlung:

Wikipedia

NABU

  1. Quelle: NABU []

Bildquellen

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