Christusdorn

Euphorbia – Christusdorn

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Euphorbia gehört zu der Familie der Wolfsmilchgewächse – Euphorbiaceae – und ist eine Art in der Gattung Wolfsmilch – Euphorbia – auch als Christusdorn bekannt. Der bekannteste Vertreter ist Euphorbia milii.

Ursprung des Namens Christusdorn

Der Christusdorn erhielt seinen deutschen Namen wahrscheinlich, weil seine dornigen Zweige an die in der Bibel beschriebene Dornenkrone Jesu erinnerten. Die Art wurde erst im 19. Jahrhundert aus Madagaskar importiert und Madagaskar war um die Lebzeiten Christus unzugänglich und wenig bekannt, daher kann die Verwendung des Christusdorn als biblische Dornenkrone völlig ausgeschlossen werden.

Die deutsche Entsprechung der Gattung Wolfsmilch nimmt Bezug auf die reizende Wirkung des Milchsafts der Pflanzen, was früher als „beißen“ bezeichnet wurde.

Stachelige Angelegenheit – Christusdorn als Zimmerpflanze

Als Zimmerpflanze kommen meistens Hybride vor. In meinem Fall ist dies ein gezogener Ableger von  Euphorbia milii mit Euphorbia lophogona01. Als einzelne Züchtung kommt in Blumenläden und bei Gärtnereien meist E. milii var. splendens vor.

Alle Varianten und Zuchtformen können als Zimmerpflanzen gehalten werden und lieben einen sehr hellen Standort aber mit nicht zu viel direkter Sonne. Am wohlsten fühlen die Pflanzen sich bei ganzjährigen Temperaturen über etwa 12 bis 15 °C.  Bei mir ist dies beispielsweise das in südliche Richtung weisende Fensterbrett. Bei niedrigeren Temperaturen und weniger Sonne wachsen die Pflanzen gedrungener und die Cyathopyllen färben sich kräftiger.

Biologische Besonderheiten

Der Christusdorn zählt zu den Sukkulenten und ist ein dornig, belaubter Strauch. Seine Heimat ist Madagaskar. Innerhalb der Gattung Euphorbia nimmt der Strauch mit mehr als 50 weiteren Arten den größten Teil der Untergattung Euphorbia ein. Die gängigste Art E. milii zählt zur Sektion Goniostema. Das besondere Merkmal der dazugehörigen Arten sind paarige und meist auffallend gefärbte Brakteen unter den Cyathien tragen. Diese Cyathien ahmen die fehlenden Petalen der stark vereinfachten Blütenstände nach. Diese Besonderheit der Brakteen werden auch als „Cyathophyllen“ bezeichnet. Wie alle Euphorbien enthält auch der Christusdorn einen giftigen und hautreizenden Milchsaft.

Das besondere Interesse

Fast alle meine Pflanzen bei mir zu Hause habe eine persönliche Geschichte. Mein Opa hat den Damen meiner Familie jedes Jahr zu Weihnachten irgendeine besondere oder auffällige Pflanze geschenkt. Vor ein paar Jahren eben einen solchen Christusdorn. Meine Pflanze bei mir ist nun ein Ableger des Exemplares meiner Tante. Deren Größe mich jedes Mal erstaunt hat, jetzt wo ich sehe wie schnell der Ableger auf meiner Fensterbank wächst, wundert es mich nicht mehr so. Vorsicht ist nur beim Gießen angebracht. Wie die meisten Sukkulenten braucht es nicht viel Wasser und sollte Staunässe verhindert werden. Daher prüfe ich immer vor dem Gießen die Erde im Topf. Leider passiert es immer wieder, dass ich den Stacheln zu Nahe komme. Das schmerzt ganz schön 🙂

 

 

  1. Lam. 1788 []

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