Deutschland Feiert – 25 Jahre Wiedervereinigung

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Deutschland Feiert – 25 Jahre Wiedervereinigung
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Wiedervereinigung

Berliner Mauer – East Side Gallery

Für viele Menschen ist es, als wäre es gestern gewesen. Wieder andere kennen dieses Ereignis nur aus Erzählungen und aus den Zahlreichen Berichten und Dokumentationen in den verschiedensten Medien. 25 Jahre ist die Wende nun schon wieder her und der Osten von Deutschland, die DDR wurde ein Teil der BRD. Seither feiert man in Deutschland jedes Jahr am 3. Oktober den Tag der Wiedervereinigung.

Seit dem ist viel passiert im neuen Deutschland. Vor allem im Osten mussten sich die Menschen nun mit vielen Problemen herumschlagen. Die Wiedervereinigung war nämlich nicht nur eine Vereinigung auf dem Papier oder der Landkarte, sondern auch eine Systemfrage. Im sozialistischen Osten ging jeder arbeiten. Jeder hatte einen Job und für eine gute Kinderbetreuung sorgte sich der Staat. Plötzlich stellte man fest, dass Staatsbetriebe in der DDR nicht Konkurrenzfähig mit Westdeutschen Betrieben waren. Sie wurden oft aufgekauft oder geschlossen. Die Folge daraus war eine Massenarbeitslosigkeit und daraus folgend eine soziale Unsicherheit, die es zu DDR Zeiten nicht gegeben hat.

Viele Menschen verließen die Gebiete der ehemaligen DDR. So gibt es auch 25 Jahre nach der Wende im Osten Städte, die weiter schrumpfen und bereits auf die Hälfte der ehemaligen Größe geschrumpft sind. Mit der Zeit lockte der Osten Deutschlands jedoch mit geringeren Löhnen als im Westen und so wurden zahlreiche Investoren angelockt, die auf den Standort Ostdeutschland setzten. Auch 25 Jahre nach der Wende ist diese Entwicklung noch nicht abgeschlossen.

Die Wiedervereinigung war ein emotionales Großereignis, in der Geschichte von Deutschland. Hier ging es um Schicksale, Familienzusammenführungen und nicht zuletzt um Demokratie. All das war zumindest den Ostdeutschen Bürgern nicht gegönnt. Auch wenn der Name (Deutsche demokratische Republik) die Demokratie im Namen trug, gab es keine freien Wahlen und eine Diktatur der Partei „SED“.

Heute wählen viele Menschen im Osten immer noch traditionell „Die Linke“ und wünschen sich teilweise eine DDR wieder zurück. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Doch mit der Wende kam im Osten die soziale Ungleichheit und die Arbeitslosigkeit. zudem stiegen die Lebenshaltungskosten erheblich an. Die Wiedervereinigung brachte den Menschen nicht nur positives, woran viele Menschen auch 25 Jahre nach der Wende noch zu knabbern haben.

Betrachtet man die Bilder, Interviews und Berichte aus dieser Zeit, dann stellt man fest, das viele Erwartungen der Ostdeutschen mit der Wiedervereinigung nicht erfüllt wurden.
Doch betrachtet man die 25 Jahre Entwicklung einmal genauer, muss man auch feststellen, dass dieses Land gemeinsam viele Fortschritte gemacht hat und in diesen 25 Jahren viel erreicht hat. Es gibt auch im Osten kaum noch Armut, die Renten sind allgemein sogar höher als im Westen und die Arbeitslosigkeit gleicht sich langsam den Zahlen im Westen an. Es ist noch viel zu tun, aber auch schon viel geschafft.

Verwunderlich ist jedoch, dass man 25 Jahre nach der Wende immer noch vom „Osten“ und „Westen“ spricht. Das bedeutet, dass die Wiedervereinigung noch nicht gänzlich in den Köpfen angekommen ist. Sie ist erst abgeschlossen, wenn keiner mehr vom Osten und Westen spricht, sondern nur noch über ein gesamtes Deutschland gesprochen wird, denn es ist nur noch ein Land.

Über den Autor

Timo Hörske
Jahrgang 1985, als "Ossi" geboren, im beschaulichen Premnitz an der Havel aufgewachsen. Natur- und Kunstliebhaber. Seit über 10 Jahren Wahlbremerhavener, Küsten- und Windfan. So ziemlich an Allem interessiert. Schwerpunkte sind aber eindeutig Politik, Gesellschaft, Rechtswesen, Natur und Technik. Rotes Parteibuch, Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Bremerhaven, Vorstandsmitglied der SPD Ortsvereins Bremerhaven Mitte. Freizeitblogger, Techniknerd.

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